Archiv für November 2009

20 lat temu upad? mur

Montag, 9. November 2009

Berlin ?wi?tuje, a z nim ca?a Europa. 9 listopada 1989 r. symbol totalitarnego re?imu przesta? istnie?. Komunizm dogorywa?.

Ostatnie godziny s?u?by po wschodniej stronie muru

Ostatnie godziny s?u?by po wschodniej stronie muru

?ród?o: Deutsche Kinemathek ? Museum für Film und Fernsehen
Zdj?cie: Gabriele Greaney

Nadal pozostaje jednak kwesti? sporn?, kto by? tego rzeczywistym inicjatorem. Czy zacz??o si? od strajków w Stoczni Gda?skiej, czy gdzie indziej? Polski rz?d i polscy historycy upominaj? si? o uznanie udzia?u Polaków w tym wydarzeniu. Moim zdaniem by?oby znacznie pro?ciej, gdyby?my my ? Europejczycy – pogratulowali sobie na wzajem. Wydarzenia sprzed 20 lat nie by?y udzia?em tylko jednego pa?stwa. Swój wk?ad w tym mieli: W?grzy, Czesi, Rosjanie, Polacy, Niemcy i inni. Ka?dy zryw niepodleg?o?ciowy po 45 roku i stawiany opór wobec totalitarnego systemu by? kolejnym krokiem do wolno?ci. Nie jestem historykiem i nie chc? zag??bia? si? w debat? naukow?. Wiem jedno: Ka?dy naród interpretuje inaczej histori? i gdzie indziej widzi swoje osi?gni?cia. Dla Niemców upadek muru berli?skiego jest jednym z wielkich historycznych wydarze? poprzedniego stulecia. Dlatego te? w jego 20. rocznic? do Berlina zjecha?y m.in. osobisto?ci takie jak: rosyjski prezydent Dmitrij Miedwiediew, sekretarz stanu USA Hillary Clinton, francuski prezydent Nicolas Sarkozy i brytyjski premier Gordon Brown. Nie zabrak?o te? akcentu polskiego. To Lechowi Wa??sie przypad? zaszczyt symbolicznego obalenia muru. Co prawda nie tego berli?skiego sprzed 20-tu lat, lecz symbolicznego z du?ych p?yt styropianowych.

Brama Brandenburska i ?wi?tuj?ce masy w 1989 r.

Brama Brandenburska i ?wi?tuj?ce masy w 1989 r.

?ród?o: Deutsche Kinemathek ? Museum für Film und Fernsehen
Zdj?cie: Detlef Bahr

W ostatnich dniach telewizja niemiecka non stop przypomina tamten okres. Liczne reporta?e i filmy dokumentalne nak?aniaj? do wspomnie?: zamkni?te granice, wizy, kartki na ?ywno?? i inwigilacja. Dzi? to przesz?o??. Moje pokolenie jak przez mg?? pami?ta tamte dni. Dzisiaj – 20 lat pó?niej – mo?emy swobodnie wyje?d?a? nie zatrzymuj?c si? na granicy, studiowa? na wybranych europejskich uczelniach i ubiega? si? o prac? w mi?dzynarodowych koncernach.

Upragniony wyjazd na Zachód

Upragniony wyjazd na Zachód

?ród?o: Deutsche Kinemathek ? Museum für Film und Fernsehen
Zdj?cie: Grenzpolizeiinspektion Ludwigsstadt

W dniu dzisiejszym, 9.11.2009 r., czuj? si? jak John F. Kennedy i mówi? w przyp?ywie emocji solidaryzuj?c si? ze ?wi?tuj?cymi Niemcami: ?Ich bin ein Berliner?.

Kultur pur in Krakau

Montag, 9. November 2009

von Dieter Trodler

Mein zweiter Kurztrip nach Polen führte mich dieses Jahr nach Krakau. Meinem polnischen Freund sei hierfür gedankt. Ich wollte unter anderem das nachsaisonale Kulturangebot der Kulturhauptstadt Europas 2001 erkunden.

Für den Museumsinteressierten bietet die Stadt eine Menge an. Drei Museen aus dieser Menge hatte ich mir ausgesucht: das Czartoryski-Museum, die alte Synagoge und das Technikmuseum.

Das Czartoryski-Museum befindet sich in der Innenstadt, in der Nähe des Barbakan-Tores. An der Kasse die gleiche Prozedur wie in anderen Museen des Landes auch ? Reduzierung des Eintrittspreises für Ältere. Konkret: Anstatt 8 Zloty brauchte ich nur 4 zu zahlen. Das Museum atmet Geschichte ? polnische Geschichte. Es gibt einen Ausstellungsteil mit Möbeln, Gläsern und Porzellanen. Einen weiteren mit Bildern, die für uns Westeuropäer nicht so interessant sind, weil uns die dargestellten Personen nichts sagen. Darüber hinaus einen Ausstellungsteil mit alten Rüstungen. Erstaunlich – weil doch die polnischen Altvorderen nichts von Kriegen und Überfällen hielten. Zum Schluss findet der Besucher eine umfangreiche Sammlung mit Funden aus vor- und nachchristlicher Zeit: Skulpturen der Antike, Schmuck, Mumienbehältnisse und Gebrauchsgegenstände aus frühchristlicher Zeit. Alle Exponate mit Liebe wiederher- und dargestellt, aber leider nur in polnischer Sprache erläutert, so wie ich es früher auch schon in Breslau erlebt hatte. Erfrischend für mich war, dass polnische Schulklassen ? von ganz klein bis ganz groß ? Museumsbesuch ?lernten?.

Jüdische Synagoge

Jüdische Synagoge

Das zweite Museum – die alte Synagoge – war für mich etwas ganz Besonderes. Immer wenn ich nach Krakau komme, muss ich den Stadtteil Kazimierz besuchen. In Erinnerung an die Menschen, die von dort verschleppt wurden und an den Menschen Oskar Schindler, dessen Leben in dem großartigen Film von Steven Spielberg nachgespielt wurde.

Das Museum beeindruckt durch seine Professionalität. Es will einerseits Elemente jüdischer Glaubenspraxis aufzeichnen und andererseits die Fundamente semitischer Historie vermitteln. Das Museum wird vorwiegend von Ausländern besucht. Wahrscheinlich deshalb auch alle wesentlichen Erläuterungen in englischer Sprache. Also hier kann man etwas verstehen.

Das dritte Museum, das ich besuchte ? knuffig! Im Stadtteil Kazimierz wird derzeit ein altes Straßenbahndepot in ein ?Technikmuseum? umgebaut, also etwas für Technikfreaks. Auch hier gibt?s Eintrittsnachlass für Senioren. In dem Museum findet man vier verschiedene Abteilungen.

Eine Abteilung für Schüler und Menschen mit technischem Grundwissen: Hier wird eigentlich alles rund ums Rad und um den Kreis gezeigt. Dabei kann man durchaus auch selbst aktiv werden.

Eine zweite Abteilung, die die Historie der polnischen Automobilindustrie darstellt, mit alten und neueren Autos aus polnischer Produktion und mit Motorrädern, die in der seit Jahrzehnten durchgeführten Rallye von Zakopane nach Schlesien benutzt wurden.

Eine dritte Abteilung beschäftigt sich mit der Drucktechnik. Schließlich kann man in einer tadellos rekonstruierten Halle alte und neuere Straßenbahnen bewundern. Der Aufbau des Museums wird aus Mitteln der EU gefördert ? zweifelhaft angesichts der riesigen Aufgaben, die der polnische Staat sonst noch zu satteln hat.

Alte Straßenbahn

Alte Straßenbahn

Und dann kam der Hammer! Am letzten Tag unseres Aufenthaltes in Krakau konnten wir eine Aufführung der Operette ?Die Fledermaus? von Johann Strauß in der neuen Oper erleben. Neue Oper, weil diese Stätte erst im Dezember 2008 eingeweiht wurde.

Bis 2008 wurden alle großen Theateraufführungen in der alten Oper am Plac ?w. Ducha in der Nähe des Bahnhofes aufgeführt. Es ist ein klassischer Theaterbau aus dem Ende des letzten Jahrhunderts. Ein Theater mit Architekturmerkmalen der Romantik ? wie man sich Theater eben erträumt.

Während in Deutschland intensiv über die Reduzierung von Kulturetats in Städten diskutiert wird, wird immerhin in Krakau eine neue Oper mit etwa 750 Sitzplätzen gebaut. Keine Prachtoper aber ein schmuckes, der Stadtgröße angepasstes Haus mit hervorragenden Verkehrsanbindungen. Im Vergleich dazu haben große Opernhäuser, beispielsweise in Köln oder Düsseldorf, eine Zuschauerkapazität von etwa 1500 Plätzen. Mit dem Auto fährt man die ul. Lubicz vom Bahnhof aus etwa 1 km bis zum großen Kreisverkehr am Rondo Mogilskie und kann dann in die Theaterrotunde einbiegen. Mit der Straßenbahn erreicht man das Theater vom Bahnhof aus in kürzester Zeit.

Eigentlich war ich gespannt darauf, wie Krakauer an einem Samstagabend eine klassische Operette erleben wollten. Meine Erwartungen waren hochgesteckt, wie man hier in die Oper geht. Die Realität war ernüchternd: keine langen Abendkleider, kaum dunkle Anzüge sondern eine Abendgarderobe wie in unseren Theatern auch. Helle oder auch gedeckte Anzüge mit oder auch ohne Krawatte bis hin zum Pullover für die Herren. Durchschnittliche Kleidergarderobe bis hin zu Bluse mit Hose für die Damen. Also kein Aha-Erlebnis!

Allerdings war das Haus bei Eintrittspreisen, die für polnische Verhältnisse ?nicht von schlechten Eltern? waren, ausverkauft. Das Realeinkommen eines abhängig beschäftigten Polen betrug im Jahre 2007 circa 3070 Z?oty. Ich hatte für eine Eintrittskarte immerhin 120 pro Person bezahlt. Was ich nicht in Erfahrung gebracht habe ist, ob für Rentner auch Preisnachlässe gewährt werden.

Und noch etwas fiel auf: Im Vergleich zu deutschen Verhältnissen waren eine Menge Kinder und Heranwachsende anwesend. Vielleicht war es der Stoff, das Thema, das polnische Eltern bewog, die Jugend mit ins Theater zu nehmen. Vielleicht war es aber auch die polnische Art, jungen Menschen Kultur nahezubringen.

Musikalisch und darstellerisch war die Aufführung jedenfalls außerhalb jeder negativen Kritik. Ein hervorragendes und einfühlsam agierendes Orchester begleitete tolle Gesangsinterpreten. Summa summarum: ein wunderschöner Abend, den wir gern wieder erleben würden.

Juliusz-S?owacki-Theater

Juliusz-S?owacki-Theater

Fazit: Auch in der Nachsaison ist Krakau für denjenigen, der die kulturellen Angebote sucht, eine tolle Adresse.

Westerwelles Antrittsbesuch in Warszawa

Montag, 2. November 2009
Westerwelle in Polen, Quelle: www.prezydent.pl

Westerwelle in Polen, Quelle: www.prezydent.pl

Im Gegensatz zu seinen Vorgängern reiste der neue deutsche Außenminister und Vizekanzler im Rahmen seiner ersten Auslandsreise nicht nach Frankreich sondern nach Polen. Wie vor wenigen Monaten Bundespräsident Horst Köhler auch wollte Westerwelle damit ein Signal nach Osten senden.

Am Samstag, den 31.10.09, besuchte er in Warschau Polens Präsident Kaczy?ski und seinen polnischen Amtskollegen Rados?aw Sikorski. Das Ziel der Reise waren die Vertiefung der deutsch-polnischen Freundschaft sowie Gespräche über die Europa- und Energiepolitik.

Westerwelle hat schon bei seiner Amtsübernahme betont, dass er ein besonderes Augenmerk auf den Ausbau der Beziehungen zu Deutschlands östlichen Nachbarn legen werde. Die Zusammenarbeit mit Polen solle sich nicht nur auf die Wirtschaft beschränken, sondern die ganze Gesellschaft berühren, so der Außenminister.

Die Polen begrüßten mit Freude die Entscheidung des deutschen Außenministers, seine Reise zu den europäischen Nachbarn in Polen zu beginnen und werteten dies als Zeichen der Freundschaft und Bestätigung der Wichtigkeit der deutsch-polnischen Beziehungen für die Bundesregierung. Als Anerkennung wurde Westerwelle vom polnischen Staatspräsidenten in dessen Amtssitz empfangen. Üblicherweise bleibt diese Ehre nur Staatschefs vorbehalten.

Jetzt warten wir auf Taten. Ein Signal wurde bereits gesendet und empfangen.