Archiv für August 2011

Polnisch-Sprachkurs in Krakau

Freitag, 12. August 2011

von Andreas

polnische-flagge

Foto: Polnische Flagge

Im Juni habe ich zum zweiten Mal an einem Polnisch-Sprachkurs in Krakau teilgenommen und möchte meine Erfahrungen mit den Lesern dieses Blogs teilen.

Warum dieser Kurs?

Da meine Frau Polin ist und meine Schwiegereltern nur Polnisch (und Russisch) sprechen, lerne ich schon seit einigen Jahren etwas Polnisch, mal im Selbststudium und mal an der VHS. Leider fehlen mir dabei ein wenig die Motivation und der Druck, wenn nicht gerade die nächste Polenreise ansteht.

Durch einen Freund erfuhr ich von einem durch die PNTA (Deutsch-Polnische Akademische Gesellschaft) http://www.pnta.pl/detailr.php?recid=4 organisierten Polnischkurs in Krakau. Auf der Internetseite las ich dann, dass der Kurs sogar (u.a.) von der Stadt Hamburg als Bildungsfreistellung anerkannt ist, was bedeutet, dass ich (unter gewissen Bedingungen) keinen (Erholungs-)Urlaub für diese Fortbildung nehmen muss. Ich vermeide bewusst das Wort “Bildungsurlaub”, da man den Kurs nicht mit Urlaub verwechseln sollte. Da zwischen dem Kurs 2008 und dem in diesem Jahr einige Unterschiede bestehen, werde ich im Folgenden oft beide Varianten beschreiben.

Je nach Vorliebe kann man die Kursdetails durch seine Terminwahl beeinflussen. So sind auf der Website der PNTA die Kurse gekennzeichnet, für die ein Begleitprogramm angeboten wird. Ob die Kurse zusammen mit der Sprachschule PROLOG http://www.prolog.edu.pl/ stattfinden, kann man dort leider nicht erkennen. Wenn einem Begleitprogramm und Kursgröße nicht egal sind, sollte man vorher bei der PNTA nachfragen. Dort sprechen sie gut Deutsch.

Vor der Reise

Über die Seite der PNTA habe ich die Kurszeiten in Erfahrung gebracht. Die Kurse schließen immer aneinander an, das heißt alle zwei Wochen beginnt montags ein neuer Kurs. Man kann zwar auch Einzelwochen buchen, aber das würde ich nicht empfehlen.

Da ich schon mit dem ersten Kurs Erfahrungen gesammelt hatte, habe ich diesmal ein Einzelzimmer gebucht. Das kostet zwar 40 Euro (für zwei Wochen) zusätzlich, aber man erspart sich schnarchende Mitbewohner und kann an anstrengenden Kurstagen mal ungestört Mittagsschlaf halten (auch wenn man das ansonsten für unnötig hält).

Für die Anreise gibt es laut der PNTA von vielen deutschen Städten Billigflieger, was keine schlechte Idee ist, denn die Bahnreise über Berlin dauert sehr lang. Leider wurden günstige Verbindungen ab Hamburg vor einigen Jahren gestrichen, so dass ich (mit Rail2Fly) ab Berlin mit AirBerlin geflogen bin. Für die Rückreise habe ich die Bahn gewählt, um bei meinen Schwiegereltern in Lodz zwischendurch noch mein Polnisch anwenden zu können.

andreas-in-krakau

Foto: Andreas in Krakau

Ich habe mich von Zuhause u.a. über folgende Details informiert:

1. Fahrkarte für die Straßenbahn
Zwei Wochenkarten (pl. “7-dniowy”) zu je 38 Zloty passten für mich sehr gut, weil man sie auch am Automaten kaufen kann. Die Monatskarte ist teurer und nur mit Foto an bestimmten Verkaufsstellen erhältlich. http://www.mpk.krakow.pl/pl/bilety2/cenniki-biletow-jednoprzejazdowych-i-wieloprzejazdowych04082011/

2. Internetzugang
Ich habe häufig das kostenlose WLAN im Einkaufszentrum Galeria Krakowska http://www.galeria-krakowska.pl/ genutzt.

3. Wäsche waschen:
Hier empfehle ich das Frania Cafe. http://www.franiacafe.pl/

4. Geld abheben/umtauschen
Der Umtausch vor Ort ist etwas günstiger, wenn man verschiedene Wechselstuben (pl. kantor) vergleicht. Das Abheben ist jedoch komfortabler.

Der Kurs

Die Anreise am Sonntag nutze ich zum Wiederholen des schon bereits Gelernten. Zum einen, weil ich vor dem Kurs besonders motiviert bin. Zum anderen, um beim Einstufungstest auch in den passenden Kurs zu kommen. Nach Absprache kann man meist für 10 EUR mehr auch am Samstag anreisen, dann kann man sich vielleicht noch besser vorbereiten.

Am ersten Montag gibt es eine Begrüßungsveranstaltung auf Deutsch bei der PNTA. Danach gibt es einen schriftlichen Multiple-Choice-Test mit ansteigender Schwierigkeit und ein Gespräch mit einem/r Lehrer(in). Daraufhin wird man in einen Kurs eingeteilt. Es gibt drei Lehrbücher, die jeweils 4 Kurse umfassen (orange: Kurs 1-4, pink: Kurs 5-8, grün: Kurs 9-12). Während man das Übungsbuch kaufen muss, kann man das Kursbuch auch leihen, wovon ich aber abrate. So weit zum Allgemeinen.

Vor drei Jahren wurden die Sprachkurse zusammen mit der Sprachschule PROLOG durchgeführt, die die Buchreihe entwickelt hat. Die Kurse waren meist groß (max. 12 Schüler) und alle liefen parallel von morgens bis nachmittags (5 x 45 Min.). Dieses Jahr wurden die Kurse (im Mai und Juni) nur von der PNTA durchgeführt. Dies bedeutet kleinere Gruppen (bis hin zum Einzelunterricht), dadurch intensiveres Lernen, aber auch weniger Unterrichtsstunden (in meinem Fall 4 Schüler, 3 x 45 Min.) und Beginn irgendwann am Tag (in meinem Fall mittags). Bei kleinen Kursen kann man Zusatzstunden buchen und es gibt eine gemeinsame Sprechstunde.

Bei mir kam ich so auf die Sprechstunden, dann drei Stunden zu viert und danach eine Zusatzstunde zu zweit. Durch die doppelten Hausaufgaben ist man gut beschäftigt. Normalerweise bin ich nicht so fleißig, aber ich finde solch eine Zeit sollte man voll nutzen.

Durch die geringe Teilnehmerzahl gab es keine sonstigen Veranstaltungen. Vor drei Jahren gab es ein Begleitprogramm mit Vorlesungen, Besichtigungen und gemeinsamen Abenden.

Der Beginn des ersten Kurstages war wieder überwältigend. Vorne steht eine Lehrerin und spricht in annähernd normaler Sprechgeschwindigkeit. In jedem Satz glaube ich ein oder mal zwei Worte zu erkennen und ich versuche herauszufinden, worum es grob geht. Wenn man nicht 1.000 km von Zuhause entfernt wäre, wäre jetzt der Zeitpunkt, an dem man sagt: “Danke, diese Sprache ist doch nichts für mich!” und geht.

Dann kommt man an den Punkt, an dem man selbst sprechen muss – natürlich nur auf Polnisch. Der nächste Schock. Man nimmt sich vor, gleich morgen in einen leichteren Kurs zu wechseln, was wirklich möglich ist.

Warum ich trotzdem einen zweiten Kurs dort gemacht habe? Weil man sich sowohl an die Sprache als auch an die Situation schnell gewöhnt, es den anderen Schülern genauso geht und man mit dieser Methode schnell lernt. Als der Kurs vor drei Jahren zusammen mit der Sprachschule PROLOG stattfand, war er außerdem so gemischt, dass Polnisch die einzige “gemeinsame” Sprache war.

Der Unterricht ist abwechslungsreich: Lesen, Schreiben, Hören und Sprechen, Themen zum Erlernen neuer Worte, Grammatik und Spiele wechseln sich ab. Am letzten Kurstag fand vor drei Jahren noch ein schriftlicher Abschlusstest statt, bei dem man seine Fortschritte testen konnte.

Über den Kurs hinaus ist man den ganzen Tag von der polnischen Sprache umgeben. Das führt so weit, dass ich mit gebrochenem Polnisch anderen Touristen den Weg erklärt habe. Dabei sieht man gut am Gesicht des Gegenübers, ob man die richtige Vokabel gewählt hat und eine verständliche Aussprache hat :-).

Hier noch einige Tipps für den Kurs und Krakau:

– Trotz der umfassenden Bücher gibt es viele lose Arbeitsblätter. Um einen Überblick zu behalten lohnt es sich, einen Locher und einen Ordner mitzubringen.

– Für erste Sprachübungen eignet sich nicht die Innenstadt, weil die Leute dort zu sehr auf Touristen eingestellt sind und immer im Stress zu sein scheinen. Meine ersten Erfolge erreichte ich in kleinen Läden in der Nähe der Schule, wo die Mitarbeiter Zeit haben, wie einer Bäckerei oder einer Pizzeria, mit dem kleinen Wörterbuch als Erkennungszeichen in der Hand.

– Wenn man den Kurs als Bildungsfreistellung bucht, sollte man dies vorher bei der PNTA ankündigen. So bekommt man vorher eine Anmeldebestätigung und nachher eine Teilnahmebestätigung.

– Internetzugang war über WLAN in der Galeria Krakowska möglich. Wer wie wir in Deutschland eine Polen-Festnetz-Flatrate hat, kann sich dort eine anrufbare Telefonzelle suchen.

Wybory parlamentarne: g?osowanie listowne

Donnerstag, 11. August 2011

wybory-parlamentarne-2011

W czwartek, 4 sierpnia 2011r., prezydent Bronis?aw Komorowski poda? oficjalny termin wyborów parlamentarnych. Do urn pójdziemy 9 pa?dziernika 2011r. Po og?oszeniu tej decyzji w Dzienniku Ustaw ruszy kampania wyborcza, która nieoficjalnie ju? nabra?a barw. W wyborach parlamentarnych wybierzmy 460 pos?ów i stu senatorów.

Tegoroczne wybory parlamentarne odb?d? si? wed?ug nowego Kodeksu wyborczego, który wszed? w ?ycie na pocz?tku sierpnia. Nowy kodeks przewiduje kilka wa?nych zmian. Umo?liwia osobom niepe?nosprawnym g?osowanie przez pe?nomocnika. Wprowadza jednomandatowe okr?gi do Senatu i wychodzi naprzeciw Polakom mieszkaj?cym za granic?.

Po raz pierwszy Polonusi b?d? mogli odda? swój g?os listownie, co w Niemczech jest rozwi?zaniem standardowym. Do tej pory nale?a?o g?osowa? osobi?cie w jednostce konsularnej, pod któr? si? podlega?o. Wielu z nas musia?o wi?c w dniu wyborów specjalnie wybra? si? do Kolonii, Berlina, Hamburga lub Monachium, lub z g?osowania zrezygnowa?, je?li podró? by?a zbyt daleka.

Bli?sze informacje na temat g?osowania korespondencyjnego nie s? jeszcze znane. W jakiej formie si? odb?dzie, gdzie i ja mo?na si? zarejestrowa? w celu otrzymania karty wyborczej, poinformuj? Pa?stwa na stronach mojego blogu, jak tylko uzyskam takie informacje.

Magdalena Kuckertz